Am Samstagmorgen war großes Turnier im Fußballverein, und Max konnte es kaum erwarten. Doch als er seine Sporttasche packte, stockte ihm der Atem: Sein Lieblingsball, der bunte mit dem Löwenaufdruck, war weg!
„Mama, ich finde meinen Ball nicht!“, rief Max verzweifelt. Gemeinsam durchsuchten sie das ganze Zimmer, unter dem Bett, im Schrank, sogar im Garten – aber der Ball blieb verschwunden.
„Wir müssen jetzt los, sonst kommen wir zu spät“, sagte Mama sanft. „Du kannst heute einen anderen Ball vom Verein benutzen.“
Max war traurig. Der Ball mit dem Löwen war doch sein Glücksbringer! Trotzdem stieg er ins Auto, denn seine Mannschaft brauchte ihn.
Auf dem Sportplatz angekommen, sah Max seinen besten Freund Ben. „Was ist los?“, fragte Ben, als er Max‘ trauriges Gesicht bemerkte. Max erzählte ihm von seinem verlorenen Ball.
„Weißt du was“, sagte Ben, „ein Ball macht dich nicht zu einem guten Spieler. Das machst du selbst, mit deinen Beinen und deinem Kopf!“
Max musste lachen. Ben hatte recht. Also nahm er einen der Vereinsbälle und ging aufs Feld. Er rannte, passte, kämpfte um jeden Ball – und beim entscheidenden Spielzug schoss er das Tor, das seine Mannschaft ins Finale brachte!
Nach dem Spiel, als alle jubelten, kam der Trainer mit etwas in der Hand auf Max zu. „Ist das hier deiner? Er lag schon die ganze Woche in meiner Tasche, du hattest ihn wohl beim letzten Training vergessen.“
Max strahlte, als er seinen Löwenball wieder in den Armen hielt. Auf dem Heimweg erzählte er seiner Mama voller Stolz von seinem Tor. „Weißt du, Mama, Ben hat recht gehabt. Auch ohne meinen Glücksball habe ich es geschafft.“
Zufrieden und müde von einem aufregenden Tag kuschelte sich Max am Abend mit seinem wiedergefundenen Ball ins Bett und schlief zufrieden ein.
Ende.
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