Mia, der kleine Igel, und der erste Schnee

Die kleine Igeldame Mia lebte in einem gemütlichen Nest aus Laub und Moos am Rande der großen Wiese. Eines Morgens wachte sie auf und spürte eine ungewohnte Kälte in der Luft. Neugierig steckte sie ihre kleine Nase aus dem Nest – und erstarrte vor Staunen.

Die ganze Wiese war weiß! Feine, glitzernde Flocken bedeckten das Gras, die Zweige und sogar ihr eigenes Nest.

„Was ist das denn?“, flüsterte Mia erstaunt. Sie hatte so etwas noch nie gesehen.

„Das ist Schnee, mein Schatz“, erklärte ihre Mama, die neben ihr aus dem Nest schaute. „Wenn es draußen kalt wird, verwandeln sich die Regentropfen in weiche, weiße Flocken.“

Vorsichtig wagte sich Mia ein Stück aus dem Nest. Der Schnee fühlte sich kühl und weich unter ihren kleinen Pfoten an. Sie beobachtete, wie neue Flocken sanft vom Himmel herabschwebten und sich lautlos auf dem Boden niederließen.

„Fühlt sich komisch an“, kicherte Mia, „aber irgendwie auch schön.“

„Der Winter ist eine besondere Zeit“, sagte Mama Igel. „Bald wird es Zeit für uns Igel, uns in unserem warmen Nest einzukuscheln und einen langen, erholsamen Winterschlaf zu halten.“

„Winterschlaf?“, fragte Mia. „Was ist das?“

„Das bedeutet, dass wir uns ganz gemütlich zusammenrollen und schlafen, bis der Frühling wiederkommt und alles wieder grün und warm wird“, erklärte Mama liebevoll. „So wie eine ganz, ganz lange Nacht.“

Mia kuschelte sich zurück ins warme Nest und beobachtete durch eine kleine Öffnung, wie die Schneeflocken weiter leise vom Himmel fielen. Es sah aus wie ein sanfter, glitzernder Tanz.

„Ich glaube, ich mag den Schnee“, murmelte Mia schläfrig, während sich ihre Augen langsam schlossen.

„Dann träum schön vom Frühling, meine Kleine“, flüsterte Mama Igel und deckte sie mit einem weiteren weichen Blatt zu.

Draußen fiel der Schnee weiter, leise und sanft, während die kleine Igelfamilie sich in ihrem gemütlichen Nest zum Winterschlaf zusammenkuschelte.

Ende.

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